Reisegruppe des SC Sonnenwald besucht Thailand
Am späten Nachmittag des
22. Oktober 2002 fahren 22 Reisefreunde mit dem Bus zum Flughafen nach München.
Hier starten wir um 21.10 Uhr mit einem Jumbo-Jet der Thai Airways zum
zehnstündigen Flug
nach
Bangkok, der Hauptstadt Thailands.
Durch die Zeitverschiebung
haben wir hier bereits frühen Nachmittag, als wir nach der Gepäckausgabe von
unserem Reiseleiter Danei und seinem Busfahrer empfangen werden. Nach
einer kurzen Begrüßung fahren wir zum Hotel Marriott & Spa, ein
Luxushotel der 5-Sterne-Kategorie direkt am Fluss Menam Chao Phraya.
Den Nachmittag verbringen wir zur Entspannung in der schönen Poolanlage. Abends
steht bereits ein erster Ausflug zu einem Thai-dinner mit klassischen
Tänzen auf dem Programm.
Nach einem ausgiebigen Frühstück
beginnt das Besichtigungsprogramm von Bangkok, der Neun-Millionen- Metropole.Wir bummeln durch den Großmarkt von Pak KlongTalaat. Hier bestaunen
wir das quirlige Leben, wo unzählige Händler ein reichhaltiges Angebot an Fisch,
Fleisch, Obst, Gemüse und Schnitt-blumen vorfinden. Dann aber sind die Höhepunkte
eines jeden Bangkok-Besuches an der Reihe. Der Weg führt zum Alten Königspalast
und seinem Tempelbezirk Wat Phra Keo mit dem berühmten Smaragd-Buddha.
In der prunkvollen Anlage schlägt das reli-giöse und politische Herz des Landes.
Am Nachmittag gehen wir mit einem Longtail-Boot auf Entdeckungstour durch Bangkok.
Auf dem Menam Chao Phraya geht die Fahrt in rasantem Tempo in die Klongs
des alten Stadtteils Thonburi. Wir werden Zeugen am täglichen Leben der
Einwohner. Nackte Kinder springen vergnügt in die Fluten, Frauen waschen ihre
Kleider, während nebenan ein alter Mann durch seinen Wassergarten schwimmt,
um einen Bastkorb mit Gemüse zu füllen. Der Wat Arun, der „Tempel der Morgenröte“
ist unser nächstes Ziel und gilt als markantestes Wahr-zeichen Bangkoks. Bei
der Rückfahrt mit dem Boot überrascht uns ein Gewitter mit Blitz und Donner,
noch ist die Regenzeit nicht ganz zu Ende. Total durchnässt erreichen wir unser
Hotel und die schützende Bar direkt am Menam Chao Phraya. Am Abend haben sich
die Regenwolken jedoch längst verzogen, einem Bummel durch das quirlige Patpong,
das Vergnügungsviertel von Bangkok, steht nichts mehr im Wege.
Die Nacht ist kurz, denn wir
werden bereits um 5.30 Uhr geweckt. Nach einer Stunde Busfahrt steigen wir
in
ein Longtailboot, um die Schwimmenden Märkte von Damnoen Saduak zu
besuchen. Später fahren wir mit dem Bus nach Nakhon Pathom und
besichtigen die höchste buddhistische Pagode der Welt, den 115 Meter hohen
Phra Phatom Chedi. Er markiert eindrucksvoll den Ort, wo vor rund 2300
Jahren der Buddhismus ins Land gebracht wurde. Gegen Mittag erreichen wir die
legendäre Brücke am Kwai in der Provinz Kanchanaburi und gehen
über die Eisenbahnbrücke, die durch die Verfilmung des Kriegsromans „Die Brücke
am Kwai“ von Pierre Boules bekannt und berühmt wurde. Nach dem Mittagessen
fahren wir mit dem Zug eine Teilstrecke auf der „Death Railway“, die
während des Zweiten Weltkriegs von den Japanern nach Burma gebaut wurde. Danach
geht die Fahrt durch abwechslungsreiche Landschaft zum heutigen Resort am River
Kwai. Nach dem Abend-essen und einem Mekong Whiskey übernachten wir in einfachen
Hausbooten.
Die
alte Königsstadt Ayutthaya, von der UNESCO zum Weltkulturerbe
er-klärt, ist unser nächstes Ziel. In der Zeit von 1350 bis 1767 herrschten hier
insgesamt 33 Könige aus fünf ver-schiedenen Dynastien. Ausgedehnte Ruinenfelder
mit Resten von drei Königspalästen und vielen Tempeln lassen noch heute die
prächtige Ver-gangenheit erahnen. Wir fahren weiter in nördlicher Richtung nach
Lopburi. Hier besichtigen wir einen alten Khmer-Tempel, den Wat Phra
Prang Samyod sowie einen Hindu-Tempel, der von Hunderten von Affen bewohnt
wird. Wir haben heute ca. 400 km Busfahrt hinter uns, als wir am Abend im
schönen Hotel in Sukhothai ankommen.
Wieder klingelt der Wecker
morgens um 6 Uhr. Nach dem Frühstück besuchen wir den Historischen Park von
Sukhothai mit Tempelanlagen und Ruinen. Sukhothai gilt als die Wiege
Thailands, denn es war 120
Jahre lang Hauptstadt des ersten Königreichs, bevor die Macht an Ayutthaya fiel.
Dann aber fahren wir weiter in Richtung Norden nach Lampang. Die Stadt
besitzt einzigartige Tempelanlagen wie das 1680 im burmesischen Stil erbaute
Wat Phra Kaeo Don Tao, das zu den am meisten verehrten Tempel-anlagen
Thailands zählt. Auch heute haben wir eine sehr lange Busfahrt durchzustehen,
bevor wir die Stadt Chiang Rai im Norden Thailands erreichen. Nur eine
Kaffeepause am Phayao, dem größten Binnensee Thailands, bietet etwas
Entspannung. Unser Hotel Wangcome liegt im Stadtzentrum von Chiang Rai gleich am
Nachtmarkt. Hier bekommt man allerlei Delikatessen mit Fisch, Fleisch,
Obst und Gemüse, aber auch Würmer, Grillen und Käfer zum Abendessen. Wie an den
Tagen zuvor, erleben wir auch heute wieder einen kurzen, aber extrem starken
Regen-guss. Kleine Bars am Rande des Nachtmarkts kommen uns daher recht gelegen,
um die heftigen Regenschauer abzuwarten.
Auch am siebten Tag werden
wir um 6 Uhr geweckt, dann geht die Fahrt ins Goldene Dreieck, wo die
Grenzen
von Laos, Burma und Thailand aneinander stoßen. Unvergesslich wer-den uns
die Kindergruppen mit ihrem Ohrwurm „Ein, ein Foto zehn Baht“ zur
Begrüßung in Mae Sai, der nörd-lichsten Stadt Thailands, bleiben. Sogar in
mehreren Sprachen erhoffen sich die Kinder eine kleine Gabe der Touristen,
nachdem das obligatorische Gruppen foto geschossen wurde. Nun steigen wir in ein
Longtail-Boot und fahren auf dem Mekong River entlang der Grenzen zu
Burma und Laos. In Laos gehen wir an Land und machen eine kurze Pause, um
Souvenirs zu kaufen. Einige Mutige probieren auch den Schlangenschnaps, der uns
an mehreren Ständen angeboten wird. In den mit Whiskey oder Rum gefüllten
gläsernen Gefäßen sind echte Kobras eingelegt. Bei der Rückfahrt nach Mae Sai
beobachten wir ein chinesisches Frachtschiff, das zum Entladen am Ufer angelegt
hat. Wie Ameisen sind Hunderte vo n Helfern damit beschäftigt, die Fracht
kartonweise vom Schiff auf einen Hügel zu schleppen und dort ineiner
Halle zu lagern. Am Nachmittag fahren
wir weiter nach Chiang Mai, unterwegs halten wir an den heißen Quellen
von Wiang Pa Pao. Abends ist ein Besuch im berühmten Nachtmarkt vorgesehen, doch
wolkenbruchartiger Regen verhindert dieses Vorhaben. So gehen wir ins „German
Hofbräuhaus“, bestellen Sauer-braten und Wiener Schnitzel und lassen uns ein
Erdinger Weißbier schmecken. Natürlich werden wir vom Personal in bayerischer
Tracht bedient. Mit dem Tuk Tuk geht’s zurück ins Hotel Amity Green Hills.
Ein Bergstammdorf im
Urwald des nördlichen Thailands ist unser nächstes Ziel. Auf Ochsenkarren
bewäl tigen wir den schweren und morastigen Weg dorthin. Die Dorfbewohner und
viele Kinder empfan-gen uns
zur Begrüßung und zeigen uns das Leben fernab jeder Zivilisation. Später reiten
wir auf dem Rücken von Elefanten durch den Urwald zu einem Elefantencamp. Hier
werden uns das Training und das Leben der Dickhäuter, die zu Arbeitselefanten
ausgebildet werden, demonstriert. Bei einer Show
zeigen sie uns Kunststücke und akrobatische Einl agen, bevor sie von ihren Mahouts
zum Baden in einen Fluss geführt werden. Anschließend können wir die Ruhe und
Stille des Urwalds genießen, während wir auf Bambusflößen flussabwärts
gleiten. Nach dem Mittagessen besuchen wir eine Orchideenfarm und einige
Handwerksbetriebe. Wir bestaunen die Herstellung von Schirmen und Fächern, erleben
den Werdegang der Thai-Seide und sind Gast in einer der größten Edelsteinschleifereien
Asiens. Nach dem verregneten Abend gestern steht der Nachtmarkt in Chiang Mai
nun heute auf dem Programm.
Der
letzte Tag der Nordthailand-Rundreise beginnt mit dem Be-such des Tempels Wat
Phra Tat hoch auf dem 1650 Meter hohen Hausberg Doi Suthep über Chiang
Mai. Stilisierte Naga-Schlangen, goldschim-mernde Schirme und aufwendige Holzschnitzereien
empfangen hier den Besucher. Das Ende naht, der Flughafen von Chiang Mai ist
unser letztes Ziel der fast neuntägigen Rundreise. Wir verabschieden uns von
Reiseleiter Danei und fliegen kurze Zeit später mit einem Airbus der Thai Airways
in den Süden Thailands. Unser neues Ziel ist die ca. 1700 km entfernte Insel
Phuket in der Andamanen-See. Zum Ende der zweistündigen Flugzeit schweben
wir über der beeindruckenden Inselwelt der Phang Nga-Bucht und landen auf dem
beliebten
Urlaubs-paradies. Nach dem Begrüßungscock-tail im Hotel Kata Thani bleibt
noch genügend Zeit für ein erstes Bad im 33 Grad warmen Meer und zum Einge-wöhnen
in der wunderschönen Hotelan-lage am Kata Beach mit mehreren Pools, Restaurants
und Bars. Am Abend erkunden wir das Dorf Kata und genießen das köstliche Seafood
in einem Restaurant direkt am Meer.
Nach der erlebnisreichen Rundreise ver-bringen wir den
ersten freien Tag unse-res gesamten Thailandaufenthalts in der Hotelanlage.
Nichtstun und den Tag genießen heißt die Devise. Am Abend fährt ein Teil der
Gruppe mit Taxis ins wenige Kilometer entfernte Karon. Nach dem Abendessen in
einem Fischrestaurant ist ein Kneipenbummel angesagt.
Bereits
am nächsten Tag steht ein Busausflug zur rund 90 Kilometer entfernten Bucht
von Phang Nga auf dem Programm. Von hier brausen wir mit einem röhrenden
Longtail-Boot über eine ser-pentinenreiche, von bizarren Felsformationen und
Mangrovenhainen flankierten Wasserstraße zum legendären Nadelfelsen Koh Tapu,
besser bekannt als James Bond Felsen. Während der Bootsfahrt haben wir
anfangs noch einige Regen-tropfen zu ertragen, doch schon bald erleben wir
herrlichen Sonnenschein. Täglich kommen Heer-scharen von Touristen zur berühmten
Insel von James Bond, die wie ein Steinstöpsel im kristall-klaren Wasser steckt.
Auf einem kleinen Rund-weg genießen wir den herrlichen Ausblick auf den Felsen
und schießen unzählige Fotos. Bald aber drängt unser Reiseleiter zur Abfahrt,
denn eine Gewitterfront ist im Anmarsch. Doch nur wenige Minuten später sind wir
trotzdem mittendrin. Der Bootsführer versucht das Beste und flüchtet mit uns in
eine der zahlreichen Felsenhöhlen. Auch ein weiteres Boot mit einer Ladung
taiwanesischer Touristen hat sich in diese Höhle gerettet. Erst eine Stunde
später können wir die Fahrt fortsetzen und bei den Seezigeunern wieder an
Land gehen. Dieses moslemische Fischerdorf ist aus-schließlich auf Pfählen erbaut
und steht scheinbar mitten im Meer. Seit Jahrhunderten hat sich die Lebensweise
der Bewohner nicht geändert. Nach einem Rundgang durch das Dorf haben sich auch
die letzten Regenschauer verzogen und wir kehren per Boot zum Festland zurück.
Ganz zufällig können wir hier die spannenden Wettkämpfe einer
Regatta-Veranstaltung erleben. Tausende Besucher feuern die Ruderer an und
machen die Veranstaltung zu einem großen Spektakel. Nach der späten Rückkehr ins
Hotel genießen wir das feine Abendessen und den erstklassigen Service des
Hauses.
I n
den nächsten zwei Tagen spielt sich das Leben meist in der Hotelanlage ab. Am
herrlichen Strand, in einem Pool oder auf der Liegewiese lässt es sich herrlich
entspannen. Auch eine traditionelle Thai-Massage gehört für manchen zum
täglichen Pflichtprogramm
Doch nicht alle wollen nur
diesen erstklassigen Service genießen, denn es gibt zahlreiche Mög-lichkeiten,
Phuket auf eigene Faust zu erkunden. Bei einem abendlichen Ausgang in Karon
machen wir Bekanntschaft mit Jürgen, der aus dem fränkischen Roth stammt und vor
elf Jahren in Thailand heimisch wurde. Mit einem Jeep holt er uns am Morgen zu
einer Inselexkursion. In einer deutschen Bäckerei ist die erste Pause angesagt.
Bei einem Franziskaner-Weißbier, Wiener Würstchen und frischen Brezen erzählt
uns Jürgen vom Leben auf Phuket. Später fahren wir der Küste entlang und
erkunden auch Teile der Insel, die vom Tourismus mehr
oder weniger verschont
geblieben sind.
Den
letzten Tag vor der Heimreise genießen wir noch einmal am Hotel-strand. Bei herrlichem
Sonnenschein feiern wir bereits am Nachmittag den Geburtstag von Gertrud, unserem
Stammgast aus Deggendorf. Der Abend steht wieder zur freien Verfügung, Nachtschwärmer
fahren ein letztes Mal nach Karon oder Batong.
Am Abreisetag fliegen wir
gegen Mittag nach Bangkok, um von dort mit einer Boeing 747 zum Flug nach
München abzuheben. Zu unserem Glück ist das riesige Flugzeug nur zur Hälfte
besetzt, so haben wir viel Platz und kommen nach rund elfstündigem Flug am Abend
recht ausgeruht in München an. Jetzt haben wir nur noch die letzte Etappe per
Bus nach Niederbayern zu bewältigen.
Eine traumhaft schöne Reise
geht zu Ende. |