|
Reise in die
wundersame Welt Arabiens
Die diesjährige SC-Reise, es ist
nun schon die sechzehnte in der langen Reihe unserer Erlebnisreisen, startet am
14. November 2004 zum Ende des Ramadans. Diesmal sind es 23 Reisefreunde, die
mit dem Bus zum Münchner Flughafen fahren. Hier beginnt eine grandiose Reise,
die uns zuerst nach Muskat, dann quer durch den Oman nach Dubai in den
Vereinigten Arabischen Emiraten führt.
Nach knapp sechs Stunden
Flugzeit setzt unser Airbus A330 der EMIRATES am frühen Morgen auf der Landebahn
des riesigen Flughafens in Dubai auf. Wir sind ziemlich müde, müssen uns aber
beeilen, um den Anschlussflug nach Muskat im Oman nicht zu verpassen. Nach einem
kurzen Flug landen wir um 9.15 Uhr in der Hauptstadt des Sultanats. Es ist
sonnig und sehr heiß, die Einreiseformalitäten sind recht umständlich und dauern
sehr lange. Zu unserer Überraschung werden wir nicht nur von Reiseleiterin
Bianca, sondern auch von Roland Obermeier und seiner Mutter Traudl begrüßt, die
aus den Emiraten mit dem Auto angereist sind. Mit dem Bus fahren wir nun gleich
in unser Hotel Sheraton im Herzen von Muskat. Hier werden wir schon zum
Mittagessen erwartet, anschließend bleibt noch etwas Zeit zum Relaxen am
Pool.

Danach werden wir zu einer
Stadtrundfahrt abgeholt. Auf dem Weg zur Sultan Quaboos Grand Moschee
fahren wir durch das schöne Botschaftsviertel von Muskat. Anschließend geht es
weiter in die Altstadt, wo die Tour zu Fuß fortgesetzt wird. Wir schlendern um
den Palast von
Sultan Quaboos, um die Forts Jabali und Mirani und
besuchen das legendäre Hotel Al Bustan Palace, ein orientalischer Traum
aus 1001 Nacht. Orientalische Atmosphäre verbreiten auch der Muttrah Souk,
einer der ältesten Souks im Oman. Einen wunderschönen Ausblick über Muskat haben
wir vom Restaurant Makal auf einer Anhöhe, hier ist für unsere Gruppe ein
indisches Abendessen bestellt.
Nach dem Frühstück geht es mit
sechs Geländewagen, natürlich alle mit
Allradantrieb, auf
Er-kundungsfahrt. Die Tour führt uns auf einer der schönsten Küstenstraßen des
Landes in Richtung Süden bis nach Sur. Anfangs fahren wir noch auf
komfortablen Asphaltstraßen, dann aber sind wir nur noch auf Schotterpisten
unterwegs. Durch die recht flotte Fahrweise unserer einheimischen Fahrer werden
riesige Staubfontänen aufgewirbelt. Bei einem ersten Halt besuchen wir das
Fischer-dorf Quriyat und können dabei den Fischern zuschauen, wie sie ihren
Fang an Land bringen. Etwas weiter landeinwärts kommen wir nach Al Faqu’ah,
eine Kalksteinhöhle, deren Decke vor langer Zeit einstürzte. Hier können wir das
erste Bad dieses Tages genießen. Doch wenig später erreichen wir Fins Beach,
am weißen Sandstrand bestehen herrliche Bademöglichkeiten. Nach die-ser
wohltuenden Erfrischung geht die Fahrt zum Wadi Shab, in dieser
märchenhaften Schlucht mit ihren grünen Gärten und kleinen Kaskaden machen wir
Mittagspause. Auf mitgebrachten Teppichen gibt es ein gemütliches Picknick. Zum
Abschluss der heutigen Fahrt besichtigen wir eine traditionelle
Dhau- Werkstatt, in der die berühmten Holzboote detailgenau hergestellt
werden. Dann fahren wir zum Sur Plaza Hotel, unserer heutigen Unterkunft. Nach
dieser erlebnisreichen Tour lassen wir den Tag in der Hotelbar ausklingen. Bei
einer gemütlichen Runde mit den anwesenden Omanis erfahren wir viel über Land
und Leute.
Mit unseren Geländewagen fahren
wir nach dem Frühstück zum Wadi Bani Khalid, das wie eine Oase in der
Wüste erscheint. In Wirklichkeit ist es ein
Flussbett in einem Canyon mit vielen
Wasserlöchern. Im Oman ist heute Feiertag, weil Sultan Quaboos Geburtstag hat.
Viele Omanis nutzen das verlängerte Wochen-ende zu einem Campingaufenthalt im
Wadi, kommen zum Picknick oder erholen sich bei einem erfrischenden Bad. Für uns
aber geht die Tour weiter durch die großartige Wüste von Oman, auch bekannt als
Wahiba Sands. Sie is t gekennzeichnet durch riesige orange- gelbe
Sanddünen, die eine Höhe von bis zu 100 m erreichen. An einer Servicestation
in einem Dorf am Rande der Sandwüste wird Luft aus den Reifen unserer Autos
gelassen, dann geht es mit den Allradfahrzeugen in die Dünen. Ein
atemberaubendes Erlebnis, denn unseren Autos wird von den Fahrern alles
abverlangt. Doch manchmal hilft nur noch die Schaufel oder das Abschleppseil, um
ein Fahrzeug wieder flottzukriegen. Natürlich ist in der Sandwüste auch ein
Gruppenfoto obligatorisch, dazu haben wir uns eine der
höchsten Dünen
ausge-sucht. Jedoch muss diese Sand-düne erst einmal bestiegen werden, und das ist
sehr anstrengend!
Unser nächster Halt führt uns zu
einem Beduinenstamm, hier können wir das einfache aber zufriedene Leben der
Bewohner hautnah er-leben. Am späten Nachmittag fahren wir wieder zurück zur
Landstraße, dann weiter zur Oasenstadt Nizwa, zum religiösen Zentrum des
Omans. Im komfortablen Nizwa Hotel ge-nießen wir noch ein erfrischendes Bad im
Pool, bevor wir uns zum Abendessen treffen und den Abend in einer arabischen Bar
ausklingen lassen.
Am Morgen steigen wir wieder in
einen Reisebus um, besuchen einige historische Gebäude und die imponierende
Burg von Nizwa. Die Burg dominiert die gesamte Gegend und erhebt sich über
dem Grün der Dattelpalmenwipfel dieser Oase. Weiter geht es zur Souk von Nizwa,
einem Markt, der für Silberschmuck, farbenprächtige Decken sowie handgeschnitzte
Gegenstände, wie den Krummdolch, bekannt ist. Wir verlassen nun Nizwa und fahren
weiter nach Jabrin, wo wir das Jabrin Fort und das Fort von Bahla,
das zum UNESCO Weltkulturgut zählt, besichtigen. Gegen Mittag erreichen wir den
Grenzüber-gang zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Obwohl wir bereits
verspätet hier ankommen, müssen wir uns schikanösen Grenzkontrollen
unterziehen. Sogar die Ibris des Auges wird fotografiert und im Computer
gespeichert. Die ganze Prozedur dauert fast zwei Stunden, deshalb muß auch unser
weiteres Programm für diesen Tag gekürzt werden. Gleich hinter der Grenze liegt
die „Oasenstadt“ Al Ain. Sie ist umgeben von rotgoldenen Sanddünen und
bizarren Bergen und auch bekannt als die „Stadt der Blumen“, die hier das ganze
Jahr über blühen. Hier begrüßt uns Reiseleiter Sashier, ein gebürtiger
Palästinenser. Wir besuchen den Kamelmarkt, wo hunderte von Kamelen für eine
ganz besondere Attraktion sorgen. Ein Fotostopp bei der Großen Moschee beendet
das Programm in Al Ain, dann fahren
wir weiter zum vereinbarten Meeting-Punkt in
der Wüste. Hier steigen wir wieder in Geländewagen um. Es ist bereits
stock-dunkel, als wir nach einigen Kilometern Fahrt unser heutiges Quartier in
einem Wüsten-camp erreichen. Wir kommen gerade noch rechtzeitig zum
köstlichen Grillessen bei einem BBQ-Dinner.

Zur Übernachtung werden uns
Schlafsäcke und Decken angeboten, denn die Nächte in der Wüste sind recht kalt.
Jeder sucht sich seinen Schlafplatz auf den ausge-breiteten Teppichen in den
großen Zelten, denn hier sind wir die einzigen Gäste und so schlummern wir dem
Morgen entgegen.
Kurz nach Sonnenaufgang und noch
vor dem Frühstück versuchen wir uns beim Kamelreiten. Es ist ein tolles
Erlebnis, auf einem Wüstenschiff durch den noch feuchten Sand und über die Dünen
zu reiten. Nach dem Frühstück brechen wir dann zu einer weiteren beeindruckenden
Wüstensafari auf. Wieder geht es Auf und Ab in den Dünen. Gegen Mittag fahren
wir dann zurück zur Straße und weiter zum Kempinski-Hotel im Emirat Ajman,
das ca. 25 km von Dubai-City entfernt ist. Hier werden wir wieder von unserem
langjährigen Vereinsmitglied Roland Obermeier empfangen, der seit einigen Jahren
im Management des Hotels beschäftigt ist. Wir beziehen unsere Zimmer und erholen
uns bereits am Nachmittag am Strand oder am Pool und erkunden die Einrichtungen
des Hotels.
Erstmals können wir ausschlafen.
Zum Frühstück erwartet uns ein riesiges Büfet t mit unzähligen Spezialitäten aus
aller Welt. Heute ist unser erster freier Tag und so genießen wir die Zeit am
schönen Strand. Einige Ruhe-lose jedoch erkunden bereits die nähere Umgebung oder
fahren mit dem Shuttle nach Dubai City. Leider ist vor einigen Tagen der
Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate Sheikh Zayed bin Sultan Al Nahyan
im Alter von 90 Jahren verstorben. Deshalb sind vierzig Tage Staatstrauer
angeordnet und das Entertainment in den Hotels und in öffentlichen Einrichtungen
ist stark eingeschränkt. Der Sheikh war in der Bevölkerung sehr beliebt und
hinterlässt 19 Söhne und 16 Töchter.
Nach dem Strandaufenthalt am
Vormittag starten wir um 13 Uhr mit einem Bus zur Dubai Citytour. Das
Handelszentrum des Mittleren Ostens wird durch den Creek, einen 14 km langen
Meeres-arm, in zwei Teile geteilt. Der Creek dient bis heute als
Anlegestelle für die Dhows, die arabischen Handelsschiffe. Wir besuchen auch das
Fahidi Fort, wo in einem Museum Dubais reiche Vergangenheit in
beeindruckender Weise zu besichtigen ist. Bei einem weiteren Fotostopp bietet
die Jumeirah Moschee, die größte und spektakulärste Moschee der Stadt,
einen präch-tigen Anblick.
Das eindruckvollste Zeugnis des
modernen heutigen Dubais liefert das Burj al-Arab, das 321 m hohe und
teuerste Hotel der Welt auf einer künstlichen Insel 300 m vor dem Strand. Doch
Dubai strebt weiterhin nach Superlativen. Gegen-wärtig entstehen vor der Küste
von Jumeirah und Jebel Ali zwei künstliche Inselgruppen – Palm I und Palm II
– in Form von 5 km langen Palmen mit 17 Wedeln und einem umgebenden, 11 km
langen Riff.
Dubai Marine Metropolis
wird ein futuri-stischer Stadtteil für 40000 Bewohner mit Hotels und Appartements
in 200 Towers, Villen und mit Yachthafen. Der gerade begonnene Burj Dubai
soll mit 560 m das höchste Gebäude der Welt werden. „The World“ werden
250 künstliche Inseln in den Konturen einer Weltkarte genannt, die 4 km vor
Jumeirah aufgeschüttet werden. Da überrascht es nicht mehr, dass auch der Welt
größte Wintersporthalle mit der längsten Skiabfahrt geb aut wird und ein Hotel -
Hydropolis -, 300 m vor der Küste und mit 220 Suiten unter Wasser
entstehen soll. Tausende von Kränen zeugen von einer gigantischen Bautätigkeit.
Mit einem Wassertaxi überqueren
wir den Creek und besuchen nun den Gewürzmarkt. Pakistanische und
indische Händler verkaufen aus offenen Jutesäcken Zimt, Nüsse und Safran.
Diverse Weihrauch-sorten gibt es abgepackt, daneben exotische Parfümöle,
R äucher-stäbchen, Körbe und Töpfer-waren. Nicht weit entfernt ist der Gold-Souk.
Arabische, europäische und asiatische Besucher treffen hier zusam-men. Es gibt
hier Dutzende von Geschäften, in denen
die 22- und 24-Karat-Stücke in den Schaufenstern glänzen und in denen das Gold
gleich pfundweise verkauft wird.
Mit einer beleuchteten Dhow
fahren wir am Abend von der Mündung bis zum Ende des Creeks. Bei dieser Dhow
Cruise wird uns ein Sundowner auf dem Oberdeck, dann das Abendessen im
Unterdeck serviert, derweil zieht das nächtliche
und
hell beleuchtete Dubai in beeindruckender Weise vorbei. Der Bus bringt uns
wieder zurück zum Hotel.
Nach dem Frühstück gehen die
meisten unserer Gruppe zum Strand, andere jedoch sind unterwegs zum
Fischmarkt in Ajman, der nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt ist.
Hier erlebt man noch echte arabische Atmosphäre, denn kaum ein Tourist verirrt
sich hierher. Eine kaum überschaubare Auswahl an frischem Fisch und anderem
Meeresgetier, ja sogar Haifischflossen, finden hier ihren Käufer. Am Nachmittag
sind wieder alle am Hotelstrand zu finden, bevor wir mit einem Taxi zum
Vogelmarkt in Sharjah fahren. Für einen daheim gebliebenen Falkner erstehen
wir allerhand Falknereizubehör, das hier zu besonders günstigen Preisen
angeboten wird.
Der
nächste Höhepunkt erwartet uns am Abend. Zum Geburtstag von Margit aus
Falkenacker hat sich Roland einen besonderen Gag einfallen lassen und ein mongol isches
BBQ am Strand organisiert. Wie beim Buffet nimmt man sich verschiedenes von
Fisch und Fleisch, jedoch ist alles noch roh. Erst dann wird das ausgewählte
Gericht von mehreren Köchen auf einer großen Kochplatte zubereitet. Dazu gibt es
eine große Auswahl an Gemüse und Salaten. Chefkoch Wolfgang aus dem Allgäu sorgt
für das Gelingen dieses kulinarischen Abends.
Schon am frühen Morgen starten
wir mit Geländewagen zu einer Tour nach Hatta. Kleine Dörfer und Farmen
am Straßenrand stehen im Kontrast zu atemberaubenden roten Sanddünen, die sich
bis an den Fuß des Hajar-Gebirges erstrecken. Aufgrund des milden Klimas in
Hatta gilt der Ort als beliebtes Wochenendziel für die Menschen aus Dubai. In
früheren Tagen war diese Palmenoase ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg durch
die Berge zum Indischen Ozean. Wir besichtigen das authentisch rekonstruierte
Hatta Village, bevor es auf Schotter-pisten zu den Hatta-Pools geht. Hier
kann man in natürlicher Umgebung ein herrlich erfrischendes Bad nehmen. Auf der
Rück-fahrt machen wir eine Rast im schön gelegenen Hatta Fort Hotel. Den Rest des
Tages verbringen wir am Hotelstrand.
Am nächsten Morgen ist der
Himmel bewölkt, sogar ein paar Regentropfen verwässern uns den Vormittag am
Strand. Mittags fahren wir mit einem Bus zum Burj al Arab, dem höchsten
und sicher auch luxuriösestem Hotel der Welt.
In einzigartiger Bauweise in
Form eines Segels ragt der Hotelturm aus dem Arabischen Golf. In diesem Hotel
der absoluten Spitzenklasse genießen wir für kurze Zeit den Traum aus
orientalischem Luxus mit
einem Höchstmaß an persönlichem Service. Für ein Zimmer
bezahlt man pro Nacht 1000 Dollar und mehr, je nach Kategorie. Wir sind jedoch
nur zum Mittagessen angemeldet, für 70 Euro lassen wir uns

dennoch die
Köstlichkeiten des Hauses vom Buffet schmecken. Im 28. Stockwerk gibt es einen
Hubschrauberlandeplatz, und ein Restaurant schwebt scheinbar schwerelos in schwindelerregender Höhe an der Außenfassade. Hier genießen wir bei einem Kaffee
den atemberaubenden Panoramablick auf das offene Meer und Dubai. Nach diesem
Highlight mit dem Besuch dieses berühmten Hotels trennt sich unsere Gruppe,
einige fahren zurück zum Hotel Kempinski, andere verbringen den Abend in der
City oder lassen sich zum Bayerischen Hofbräuhaus ins Mariott Hotel fahren.
Am zwölften und letzten Tag
genießen wir nochmals für ein paar Stunden das Strandleben, dann werden die
Koffer gepackt. Per Bus geht’s zum Airport, dann mit einer Maschine der EMIRATES
nach München. Hier wartet bereits unser Bus zur Heimreise nach Niederbayern.
Eine erlebnisreiche Reise
geht zu Ende.
|