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Mexiko - Vom
hohen Chiapas bis nach Yucatan
Die zwanzigste Flugreise führte
uns im Herbst 2008 zum zweiten Male nach Mexiko. Nachdem wir vor 16 Jahren bei
der damaligen Tour bereits Mexico City, Teotihuacan, Taxco und Acapulco am
Pazifik kennenlernten, war diesmal der südöstliche Teil Mexikos unser Ziel.
21 Reisefreunde
machten sich am 31. Oktober gut gelaunt und voller Erwartungen per Bus auf den
Weg zum Münchner Flughafen - und kamen nach zwei Wochen mit einer Fülle von
Erlebnissen und Eindrücken zurück.
Hier der Ablauf unserer
Erlebnisreise:
Freitag, 31. Oktober 2008:
Planmäßig startet unser Airbus A319 der spanischen IBERIA um 19.15 Uhr in
Richtung Madrid. Bemerkenswert ist nur, dass es auf dem zweieinhalbstündigen
Flug keinerlei Verpflegung gibt, nicht mal ein Glas Wasser - arme IBERIA! Gegen
22 Uhr landen wir auf dem Airport von Madrid Barajas. Im riesigen
Flughafenbereich haben wir zum Glück genügend Zeit, um unser Gate für den Flug
nach Mexiko zu erreichen.
Samstag, 1. November 2008:
Um 1 Uhr nachts hebt unser vollbesetzter A340 der IBERIA mit etwa 350 Personen
an Board von der Startbahn des Madrider Flughafens ab. Nach mehr als
12-stündiger F lugzeit
landen wir um 6 Uhr früh Ortszeit in Mexico City, unterwegs stellen wir unsere
Uhren 7 Stunden zurück. Doch noch haben wir unser Ziel der langen Anreise nicht
erreicht, denn nach etwa 4-stündigem Aufenthalt haben wir noch den Inlandsflug
nach Tuxtla Gutierrez zu bewältigen. Dieser Flug ist recht kurzweilig und
die Aussicht so gut, dass wir sogar die schneebedeckten Popocatepetl
(5426 m) und Pico de Orizaba (5636 m, höchster Berg Mexikos) erkennen
können. Nach etwa 28-stündiger Anreise sind wir nun endlich am ersten Zielort in
Ciapa de Corzo am Sumidero Canyon angekommen. Im schönen Hotel
La Ceiba beziehen wir unsere Zimmer und machen uns frisch für den ersten
Ausflug, der uns am Nachmittag auf einem Boot in den Canyon führt. Die
spektakuläre Schlucht gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten im Bundesstaat
Chiapas. Die Wände der Schlucht ragen bis zu tausend Meter empor, am
Flussufer entdecken wir riesige, furchterregende Krokodile und unzählige
Reiher. Nach dem Abendessen im Hotel genießen wir die Atmosphäre am schönen
Brunnen am Zocalo, dem zentralen Platz der Stadt.
Während wir in Deutschland Allerheiligen und Allerseelen
mit grauer Novemberstimmung, Besinnlichkeit und Trauer begehen, bedeuten diese
Tage für einen Mexikaner Ausgelassenheit und Freude, schließlich handelt es sich
um eines der größten Feste des Jahres. Die
Vor bereitungen zu dieser für unsere Augen etwas makaber
wirkenden Feier finden bereits Mitte Oktober statt,
Schaufenster und Auslagen werden mit Totenschädeln und Skeletten dekoriert, in
den Bäckereien gibt es Toten-köpfe aus Zuckerguss, Schokolade oder Marzipan. Hier
im Zentrum der Stadt sind viele Altäre errichtet, die mit Kerzen, Blumen und
Heiligenbildern sowie mit Zucker-gußtotenschädeln und den Lieblingsspeisen der
Verstorbenen geschmückt sind. Auch deren Laster werden berücksichtigt, denn
nicht selten befindet sich eine Flasche Tequila oder ein Päckchen Zigaretten auf
dem Altar und sogar eine Musikband spielt zu Ehren der Verstorbenen.
Sonntag, 2. November 2008:
Aufgrund der großen Zeitverschiebung sind viele schon früh auf den Beinen, noch
vor dem Frühstück sind einige im Swimmingpool des Hotels zu sehen. Dann ruft
unsere
Reiseleiterin Ruth zur Abfahrt, die vor vielen Jahren aus Wangen im
Allgäu nach Mexiko ausgewandert ist. Wir verlassen Chiapa de Corzo und fahren
bei Sonnenschein und bester Stimmung durch das Bergland von Chiapas nach
San Cristobal de las Casas. Unterwegs besuchen wir das Indiodorf
Chamula, die eindrucksvollste Siedlung der Indios in der Umgebung von San Cristobal. Die noch tief in ihren Traditionen verwurzelten Indios stehen den
Fremden sehr reserviert gegenüber, Film- und Fotoaufnahmen werden nur sehr
eingeschränkt geduldet. Nac h der zwangsweisen Christianisierung durch die
Dominikaner im 16.Jahrhundert haben sich die Chamulanen dem neuen Glauben bis
heute nicht unterworfen, sondern ihre alte Götterwelt mit dem Christentum
ver-schmolzen. Am Ortseingang des Dorfes besuchen wir den Friedhof, dessen
Gräber wegen des Allerseelen-Feiertags aufwändig mit Blumen geschmückt sind.
Dann gehen wir zum bunten Markt in der Dorfmitte, hier steht auch die Kirche
San Juan, die im 17. Jh. errichtet wurde und wie ein kleines Juwel am Rande
der gro-ßen Plaza liegt. Wie sehr die Glaubens-vorstellungen der Chamulanen von
denen der traditionellen katholischen Kirche abweichen, wird sofort nach
Betreten des Gotteshauses deutlich. Man fühlt sich den Göttern der Maya näher
als den Heiligen der römisch-katholischen Kirche, auch wenn deren Symbolfiguren
von den Wänden ringsum herabblicken. Unsere Fahrt geht dann weiter zum Hotel
Arrecife de Coral im zehn Kilometer entfernten San Cristobal. Nach dem
Einchecken im Hotel führt uns Ruth zum Mittagessen ins traditionelle
Restaurant „El Fogon de Jovel“. Bei Marimba-Musik genießen wir die
Delikatessen der mexikanischen Küche und zum
Abschluss einen Tequilla. San Cristobal de las Casas
gehört zu den
schönsten Kolonialorten Mexikos, bei einem
Stadtrundgang bewundern wir das besondere Ambiente der Stadt mit den malerischen
Fassaden und die Sauberkeit auf Straßen und Plätzen. Mittelpunkt der Altstadt
sind die Kathedrale und der Zocalo, der heute mit seinem Bäumen und
Bänken den ruhenden Pol der Stadt bildet. Beim weiteren Rundgang besuchen wir
auch die Kirche Santo Domingo, San Cristobals bedeutendstes Sakralbauwerk
und den Markt. San Cristobal hat heute etwa 100.000 Einwohner und liegt auf 2100
m Meereshöhe. Am Abend wird es empfindlich kalt, deshalb sind die preiswerten
Mützen und Pullover der Verkaufsschlager in den Geschäften und auf dem Markt.
Unterhaltsam geht es am Abend in den zahlreichen Restaurants und Bars der Stadt
zu, denn fast überall trifft man auf Mariachi-Musiker, die für einen kleinen
Obolus ihr Können zeigen und für gute Stimmung sorgen.
Montag, 3. November 2008:
Heute ist Klimawechsel, denn auf der Fahrt nach Palenque geht es vom kühlen
Hochland in die Tropen. Zunächst besuchen wir die noch ziemlich unbeka nnte
Maya-Stätte Tonina, die von ca. 400 bis 900 n. Chr. ein bedeutendes
Kultzentrum der Maya war. Die höchste der Pyramiden, die wir auch besteigen,
ist etwa 60 m hoch. In der näheren Umgebung wurden bis heute erst 20 % der
Ruinen ausgegraben, freige-legt und restauriert. Dann geht unserer heutige Tour
weiter nach Aqua Azul, unzählige Rinderherden bestimmen das Bild entlang der
Strecke und zeugen von einer florierenden Landwirtschaft. Die Cataratas de
Agua Azul, die blauen Wasserfälle, bestehen aus üb er 500 einzelnen Kaskaden
mit einer Höhe von bis zu 30 Metern und stellen eine große touristische
Sehenswürdigkeit im Bundesstaat Chiapas dar. Zwischen einzelnen Kaskaden gibt es
immer wieder Bademöglichkeiten, die wir natürlich gerne nutzen. Bald aber ruft
uns Reiseleiterin Ruth zur Weiterfahrt, denn Busse dürfen aus Sicherheitsgründen
in dieser Region nicht bei Dunkelheit unterwegs sein. Unzählige, künstlich geschaffene Bodenwellen erschweren die Fahrt bis nach Palenque, Busfahrer Manual
ist wirklich nicht zu beneiden. Aber nach etwa zwei Stunden Rüttelfahrt kommen
wir im Hotel Maya Tulipanes im 65 km entfernten Palenque an. Wir
beziehen die Zimmer und treffen uns dann zum Abendessen im Hotel, denn das
Ausgeh-Angebot in Palenque ist sehr begrenzt.
Dienstag, 4. November 2008:
Der fünfte Tag unserer Reise beginnt mit dem Besuch der archäologischen Zone
von Palenque. Hier im tropischen Regenwald von Chiapas liegt eine der
berühmtesten und schönsten Mayastätten ganz Mexikos. Seine Blütezeit erlebte
dieses politische und religiöse Mayazentrum zwischen 600 und 700 n. Chr.
Einmalig ist der „Tempel der Inschriften“, in dem die Grabkammer Pakals,
eines ein-stigen Herrschers der Stadt, gefunden wurde. Wie viele andere
Mayastätten wurde auch Palenque im 9. Jahrhun-dert von seinen Bewohnern
verlassen, über die Gründe wird immer noch gerätselt. Bis heute sind die
Aus-grabungsarbeiten im Gange und werden wohl noch Jahrzehnte fortgeführt werden
müssen, um die wichtigsten Bauwerke freizulegen und zu rekonstruieren. Bei
unserer Be-sichtigungstour besteigen wir auch einige der Pyramiden, dabei stürzt
unsere Reiseleiterin Ruth von den steilen Stufen und bricht sich das linke
Handgelenk. Trotzdem kümmert sie sich noch um eine Ersatz-Reiseleitung für heute
und die nächsten Tage. Viktor als Ersatzmann ist schnell zur Stelle und
betreut uns vorzüglich bei der weiteren Besichtigung der Tempel- und
Pyramidenstadt von Palenque. Mittags fahren wir dann zum Rio Usumacinta,
um nach einem Mittagessen in einem Restaurant am Flussufer die Gelegenheit zum
Baden zu nutzen. Nach Rückkehr im Hotel Maya Tulipanes wartet zur Überraschung
aller bereits Ruth auf uns. Das gebrochene Handgelenk wurde ihr im Krankenhaus
von Palenque eingerichtet und geschient. Obwohl sie Schmerzen am ganzen Körper
hat, entscheidet sie sich zur Weiterfahrt mit unserem Bus am nächsten Tag zum
mehr als 500 km entfernten Merida, um von dort nach Mexico City zu fliegen und
sich dann in ärztliche Behandlung zu begeben. Nach diesem aufregenden Tag gehen
wir zum Abendessen ins nahe Restaurant Dos Muchos, wo wir erstklassige Pizzas
serviert bekommen.
M ittwoch, 5. November 2008:
Die Tour geht heute nach Champoton am Golf von Mexico und dann weiter über
Campeche durchs „Maya-Land“ bis Merida, der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatan.
Das sind ca. 530 km Strecke, die wir mit Unterbrechungen in etwa 13
Stunden bewältigen. Nach der frühen Abfahrt um 7 Uhr morgens halten wir an einem
katholischen Friedhof und bewundern die geschmückten Gräber der Verstorbenen.
Auf der weiteren Fahrt bis zum Golf von Mexico sehen wir riesige Rinderfarmen,
die sich über die weite Tiefebene der Bundesstaaten Chiapas, Tabasco, Campeche
und Yucatan erstrecken. Gegen Mittag erreichen wir bei Sabancuy den
Golf von Mexico und legen in Champoton am kleinen Fischerhafen eine
kleine Pause ein. Im Küstenort Sihoplaya ist dann eine ausgiebige Rast am
Meer bei allen recht willkommen. Reiseleiterin Ruth führt uns trotz ihrer
schmerzhaften Verletzungen zum schönen Hotel Tucan. Bei der mehr als
zweistündigen Pause ist erst einmal ein Bad im Golf von Mexico angesagt. Hier
nutzen wir die Freizeit am

schönen Strand mit Bacardi-Feeling und am
Swimmingpool, bevor wir die gute Küche des Hauses genießen können. Nächster
Stopp ist dann in Campeche, der Hauptstadt des gleichnamigen
Bundes-staates. Der Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhu ndert sprach sich
auch unter den Piraten Sir Francis Drake, Henry Morgan und anderen herum - alle
statteten sie der Stadt unheilvolle Besuche ab und raubten, was sie ergattern
konnten. Die Geschichte der Seeräuberstadt hat ihre Spuren bis heute
hinterlassen, auch von der trutzigen Wehrmauer stehen noch große Teile. Das
koloniale Altstadtzentrum mit den schönen Fassaden ist heute Weltkulturerbe
der UNESCO. Bei Dunkelheit fahren wir das letzte Stück der langen Strecke
bis Merida. Am Flughafen setzen wir Ruth ab, die nun im Rollstuhl zum Flugzeug
gebracht wird, um nach Mexico City zu fliegen. Gleichzeitig stellt sich unser
neuer mexikanischer Reiseleiter Manuel vor, der die Reisegruppe zum Hotel
Ambassador im Zentrum der Stadt bringt. Zum Abschluss dieses anstrengenden und
erlebnisreichen Tages geht’s zum Abendessen ins schöne Restaurant Pancho Villa
unweit des Hotels.
Donnerstag, 6. November 2008:
Erstes Ziel des heutigen Tages ist die 80 km südlich gelegene einstige
Maya-Stadt Uxmal, deren Ruinen und zeremonielle Strukturen einen Höhepunkt
in Kunst und Architektur der Maya darstellen. Uxmal ist eine der großartigsten
archäologischen Stätten Mittelamerikas, die von der UNESCO ebenfalls als
Welt-kulturerbe deklariert wurde. Besonders beeindruckend ist die extrem
steile „Pyramide des Wahrsagers“, die man als Besuche r jedoch schon seit
einiger Zeit nicht mehr besteigen darf sowie der Ball-spielplatz. Nach den
rituellen Ballspielen wurde der Mann-schaftsführer der Siegermann-schaft den
Göttern geopfert, erklärt uns Reiseleiter Manuel. Überall zwischen und auf den
Ruinen tummeln sich Hunderte von Leguanen, die das heiße Klima besonders lieben.
Da der Besuch Uxmals sich von den Badeorten der Karibikküste wegen der großen
Entfernung nicht mehr als Tagesausflug unternehmen lässt, herrscht eine eher
geruhsame und friedliche Atmosphäre. Im Anschluss besuchen wir eine alte
Hacienda aus der Kolonialzeit und machen Halt bei einer Maya-Familie,
wo uns die ältere Dam e des Hauses freundlich den täglichen Lebensablauf
schildert. Am Nachmittag unternehmen wir unter der Führung von Manuel einen
Stadtrundgang in Merida. Rund um den Zocalo der „weißen Stadt“ finden
sich viele interessante Gebäude, darunter die elegante, doppeltürmige
Kathedrale und der Regie-rungspalast. Unter den Arkaden seines
Innenhofes ist eine großartige Sammlung von Wandmalereien des Malers Castro
Pacheco zu bewundern. Auch nach dem Abendessen im Restaurant Amaro gibt es
rund um Zocalo und Plaza Grande noch viel zu erleben…
Freitag, 7. November 2008:
Auf der Strecke nach Playa del Carmen besuchen wir heute die beiden berüh mtesten
Maya-Städte Chichen Itza und Tulum, wie Uxmal zählen beide zum Weltkulturerbe
der UNESCO. Chichen Itza gehört zu den faszinierendsten archäologischen
Stätten der Welt und findet sich deshalb auch im Kreis der „Sieben Weltwunder
der Neuzeit“. Wir sind früh unterwegs, um

dem Massenansturm mit Tausenden
von Besuchern in der Mittagshitze zu entgehen. Schon um 9 Uhr morgens sind wir
hier und bestaunen bei strahlendem Sonnenschein diese archäologische Sensation.
Besonders eindrucksvoll sind die „Pyramide des Kukulkan“, die als
steinerner Kalender diente, der prächtige, von tausend Säulen umgebene
Kriegertempel sowie der 145 m lange und 37 m breite Ballspielplatz.
Nach einem sehr guten Mittagsbuffet geht unsere Tour weiter zur Karibikküste
nach Tulum. Die Ruinen von Tulum waren ein wichtiger Hafen der Maya, dazu
Handelsplatz und religiöses Zentrum. Hauptbauwerke sind „El Castillo“,
das dem Gott Venus gewidmet ist und der „Tempel des herabsteigenden Gottes“.
Beispiellos ist die Lage auf den Felsen über dem türkisfarbenen karibischen
Meer. Anders als die meisten Mayastädte war Tulum bei der Ankunft der Spanier im
16. Jh. noch nicht verlassen. Unsere Fahrt geht nun weiter nach Playa del
Carmen, unserer letzten Station der Reise. Es ist schon dunkel, als wir das
Hotel All Riviera erreichen. Wir verabschieden uns von Reiseleiter
Manuel, der seine Sache recht gut gemacht hat und widmen uns nun den
Annehmlichkeiten eines schönen Badeortes. Nur wenige Meter trennen unser Hotel
vom Karibikstrand und von der Flaniermeile Playa del Carmens, der 5th Avenue.
Kilometerweit reihen sich hier Restaurants, Bars, Disko-theken, Boutiquen und
Souvenirgeschäfte aneinander, dem Nachtleben sind keine Grenzen gesetzt.
Samstag, 8. November 2008:
Wie zu erwarten war es eine kurze Nacht - es gab aber auch so vie l zu
entdecken…. Mit unserem Hotel All Riviera sind wir mehr oder weniger zufrieden,
auch wenn es keine Luxusherberge ist. Sehr vorteilhaft ist die gute Lage,
weniger zufrieden sind wir mit dem Frühstück. Der Himmel ist heute bewölkt, aber
am Strand ist es angenehm warm. Den ersten Tag in Playa del Carmen genießen wir
am Beach mit kollektivem Nichtstun, mal ein Bad im Meer, mal die nähere Umgebung
inspizieren oder erste Schnorchelversuche (Sonja!) unternehmen. Am Abend aber
geht es dann wieder in die 5th Avenue, gut Essen gehen und das Leben genießen…
Sonntag, 9. November 2008:
Fortsetzung des lockeren Strandlebens bei Traumwetter und guter Stimmung. Bei
einem Strand-spaziergang bleiben viele im „Nu“ hängen, einer Strandbar mit echten
Betten im Sand…. Aktivitäten am Abend: siehe Vortag
Montag, 10. November 2008:
Es gibt Rühreier zum Frühstück, wie jeden Tag, und endlich gibt es auch Toast
dazu! Wir haben wieder Sonnenschein bei gut 30 Grad, das Strandleben und „Dolce
Vita“ gehen weiter.... Die Auswahl an guten und schönen Lokalitäten fürs
Abendessen in der „Quinta Avenida“, der Hauptschlagader von Play del Carmen ist
riesengroß und unüberschaubar, die Qual der Wahl daher allgegenwärtig.
Letztendlich entschließen wir uns heute zum Dinner im Jaguar-Restaurant.
Dienstag, 11. November 2008:
Mit einer kleinen 6-köpfigen Gruppe geht es heute zur weltberühmten Insel
Cozumel. Zum Fährhafen in Playa del Carmen sind es vom Hotel nur 10 Minuten
Fußweg und d ann mit der Fähre nochmals 45 Minuten bis zum Main Pier in San
Miguel, dem Hauptort der Insel. Wir haben wieder traumhaft schönes Wetter.
Cozumel ist eine Insel mit einem dichten Regenwald im Inneren und umgeben von
weißen Stränden mit dem türkisfarbenen Wasser der Karibik. Die Insel hat
weltweit einige der schönsten Stellen zum Tauchen und Schnorcheln und ist ein
wichtiger und beliebter Hafen für Kreuzfahrtschiffe. Wir mieten uns einen
Roller, um die Insel bei einer Rundfahrt kennenzulernen. Zur Gewöhnung an unsere
Scooter durchqueren wir die Insel auf einer langen Geraden bis Punta Morena
Beach an der Playa Oriente. Wunderschöne Plätze wie der Playa Bonita
Beach an der Ostküste laden zum Verweilen oder zu einem Bad in der Karibik
ein. In Playa San Martin halten wir am Bob Marleys Place,
ebenfalls ein traumhaft schöner Ort am Meer mit einer außergewöhnlichen
Strandkneipe und am San Francisco Beach. In Chankanaab befinden
wir uns bereits auf der Westküste, hier locken die besten Schnorchel- und
Tauchreviere der Insel. Die Mittagspause nutzen wir zum Baden im Meer und zu
einem kleinen Essen am Strand. Die mit Shrimp s gefüllten Tacos schmecken hier
hervorragend. Nur ungern verlassen wir diesen schönen Platz, aber die Zeit
drängt, um noch bei Tageslicht in San Miguel anzukommen. Am internationalen
Terminal für die Kreuzfahrtschiffe bleiben wir aber trotzdem eine Weile und
können einen märchenhaften Sonnenuntergang miterleben. Zur gleichen Zeit
verlässt einer der beiden am Pier liegenden riesigen Ozeandampfer die Insel. Nun
ist es dunkel geworden, aber es sind nur noch wenige Kilometer bis San Miguel.
Insgesamt haben wir heute 75 km an Strecke zurückgelegt. Wir geben unsere Roller
ohne Schäden zurück und fahren mit der nächsten Fähre zurück nach Playa del
Carmen. Abendessen und Ausgang wie gehabt.

Mittwoch, 12. November 2008:
Der dreizehnte Tag - wieder ein Traumtag. Wir sind heute nur zu Zweit, d.h.
Mos er Günther und ich fahren nochmals nach Cozumel, diesmal zum Schnorcheln.
Unser Bootsführer bringt uns mit je einem Pärchen aus Spanien und Amerika zu
insgesamt drei Schnorchelplätzen. Die Fahrt beginnt am Hafen von San Miguel -
ganz nahe vorbei an riesigen Kreuzfahrtschiffen - und führt uns zu den
berühmten Schnorchelrevieren von Cozumel. Unter fachkundiger Leitung eines
Tauchlehrers erleben wir die fantastische Welt unter Wasser, neben den Korallen
auch Hunderte und Tausende von Fischen in allen Farben, Formen und Größen. Am
Nachmittag sind wir wieder zurück, am Hotelstrand genießen wir unseren letzten
Strandtag in Playa del Carmen.
Donnerstag, 13. November
2008: Um 4.15
Uhr klingelt uns der Wecker aus den Betten. Kurze Zeit später werden die Koffer
verladen, dann steigen wir in zwei Kleinbusse, die uns zum Airport nach Cancun
bringen. Mit einer Fokker 100 der MEXICANA fliegen wir nach Mexico City und
landen dort nach zweistündigem Flug um 10.35 Uhr. Beeindruckend ist der
Landeanflug über das riesige Häusermeer der größten Stadt der Welt. Um 12.30 Uhr
startet hier unser vollbesetzter Airbus A340 der IBERIA zum langen Flug nach
Europa.
Freitag, 14. November 2008:
Beim 10-stündigen Rückflug drehen wir unsere Uhren wieder um sieben Stunden
vorwärts. Planmäßig kommen wir am frühen Morgen um 5.50 Uhr in Madrid an, auch
unser Weiterflug nach München startet pünktlich. Hier wartet bereits Michael
Oswald mit seinem Bus zur Rückfahrt in unsere Heimatorte. Eine erlebnisreiche
Reise geht dem Ende entgegen.
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